SMED-Rüstzeitoptimierung

Die Abkürzung SMED steht für Single Minute Exchange of Die und bedeutet so viel wie Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich. Entwickelt wurde das Verfahren im Rahmen des Toyota-Produktionssystems (TPS). Mit dieser Methode werden die Rüstzeiten durch organisatorische und technische Maßnahmen verkürzt. Sie zielt darauf ab, eine Maschine oder eine Produktionslinie innerhalb eines Fertigungstaktes zu rüsten bzw. umzurüsten, damit sie ohne jegliche Verzögerung (Warten) wieder eingesetzt werden kann. Berücksichtigt werden dabei alle Prozessschritte, die für das Rüsten relevant sind. SMED ist ein Baustein, um den Lean-Gedanken im gesamten Produktionsablauf, in Bezug sowohl auf die Arbeitsmittel, als auch auf die Organisation, umzusetzen.

SMED wird dabei in mehreren Schritten umgesetzt. Wichtig für die Minimierung der Rüstzeiten ist dabei, interne Vorgänge zu externalisieren und die externen Vorgänge bei laufender Produktion abzuwickeln. Zum internen Rüstvorgang zählen dabei die Schritte, die nur beim Stillstand der Maschine durchgeführt werden können (z.B. Werkzeugwechsel) und zum externen Rüstvorgang zählen dann im Gegensatz dazu die Schritte, die auch durchgeführt werden können, wenn die Maschine noch produziert (z.B. Bereitstellung der Rohware etc.).